S55
Sanierung und Erweiterung Wohnhaus am Ammersee
Fertigstellung 2017
Bearbeitung LP 1-8
Das Bestandshaus der achziger Jahre wird im Rahmen einer Gesamtmodernisierung um einen Anbau ergänzt und im Bestand teilsaniert. Die planerische und handwerkliche Herausforderung bestand darin, bei Beibehaltung des Bestandsdachs einen Holzanbau unter das bestehende Dachtragwerk zu implementieren.
Die Neustrukturierung der Grundrisse im Bestand schafft im Erdgeschoss und Obergeschoss Raum für zwei Generationen und schafft in Verbindung mit mit der Erweiterung eine offene und großzügige Raumstruktur mit Sichtbezügen zwischen Kochen, Essen und Wohnen.
Die einseitig gefasste Lärchenlattung mit ihrer strukturierten Oberfläche erzeugt mit ihrer Schattierung eine Tiefenwirkung und lässt die Fassade fein wirken. Am Sockel und Ortgang transformiert sich die Holzfase zu einer flächigen Holzpartie und verbindet das Alte und Neue. Die im Kontrast zu der vertikalen Schalung blockhaften Holzrahmungen akzentuieren die Fassadeneinschnitte und Fenster. Die dunkle Holzlasur fügt sich in die Farbgebung des Bestandes und der benachbarten Bebauung ein.
Die Fassade aus einer horizontalen Lärchenholzlattung reagiert in Maßstäblichkeit und Materialität auf die besondere Lage am Ammersee. Die Flächigkeit der Fassadenlattung wird gebrochen durch eine Kerbung, welche sich im Sockel- und Firstbereich subtil durch eine Drehung an das Bestandsdach und den Geländenschluss anschmiegt. Wand und Deckenelemente sind als Holztafelbau vorgefertigt und reduzieren die Bauzeit auf ein Minimum. Der Vorgabe der Bewohnbarkeit während des Umbaus konnte somit größtmöglichst Rechnung getragen werden. Große Verglasungen eröffnen im Obergeschoss den Blick zum See und im Erdgeschoss den Außenbezug mit Zugang zum Garten.
Fotograf
Röing genannt Nölke Architekten, München



